MY TRILIFE

Triathlon Life.

Mein Leben zwischen Training, Wettkampf und Alltag.

Schriftgröße
TRIATHLON LIFE / trilife

Projekt Ironman Rügen - ok 70.3 Ironman

Projekt Ironman Rügen - ok 70.3 Ironman Projekt Ironman Rügen - ok 70.3 Ironman

Was ist überhaupt ein 70.3. Ironman, wurde ich gefragt? Für die Meisten – so auch bei mir bis vor etwa zwei Jahren – ist der Begriff Ironman synonym für den Sport Triathlon. Dem ist allerdings nicht so. Sicherlich ist der Ironman auf Hawaii der Grundstein des Triathlon Sports, allerdings ist heute Ironman primär ein Markenbegriff für eine Triathlonserie. Grundsätzlich unterscheidet man beim Triathlon zwischen der Sprint-, Kurz- (olympischen), Mittel-/Halb- und der Langdistanz. Das was alle unter Ironman verstehen ist zumeist die Langdistanz über 3,8 km Schwimmen, 180,1 km Radfahren und 41,195 km Laufen; Zusammen also eine Strecke von rund 226 km. Die Mittel- oder auch Halbdistanz ist folgelogisch die Hälfte davon, also 1,9 km Schwimmen, rund 90 km Rad und etwa 20 km Laufen. Und wo kommt jetzt die 70.3 her? Das liegt daran, dass beim Ironman die Distanz primär in Meilen angegeben wird und rund 113 km rechnerisch 70.3 Meilen sind.

OK, also hatte ich mir für 2017 auf die Fahne geschrieben eine Halbdistanz zu absolvieren, nachdem ich 2016 mit einer olympischen Distanz abgeschlossen hatte. Also zunächst einmal auf die Suche gehen, für welchen Wettkampf ich mich hier anmelden soll. Mitteldistanzen gibt es ja eine ganze Menge, aber irgendwie hat es mich schon gereizt „etwas“ mit Ironman zu machen. Die meisten werden mit dem 70.3 nichts anzufangen wissen und dann bleibt nur im Kopf „boah, der hat nen Ironman gemacht“. Da ich für den ersten Start auch den logistischen Aufwand reduzieren wollte, sollte es schon eine Veranstaltung in Deutschland oder notfalls an den angrenzenden Ländern sein. Damit war die Auswahl schon mal deutlich überschaubarer. Beinahe wäre ich ja in Mallorca als 17ten Bundesland gelandet, aber die Veranstaltung im Mai war mir von der Vorbereitungszeit im kalten Deutschland zu früh. Also ist meine Wahl auf den 70.3 Ironman im September in Rügen gefallen. Etwas Bauchschmerzen hatte ich ja schon wegen dem Schwimmen im Meer mit Salzwasser und Wellen, aber wer nix wagt...

Nun stellt sich also die Frage nach der richtigen Vorbereitung. Bisher habe ich quasi nur nach eigenem Gusto trainiert. Klar hat man sich auch hier immer etwas gesteigert und die Strecke oder Geschwindigkeit leicht erhöht, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich damit doch stagniere und auch der Spaß – gerade bei der erhöhten Intensität – mittelfristig auf der Strecke blieb. Somit hatte ich früh die Überzeugung erreicht, dass vermutlich ein professioneller Trainingsplan her muss, um wirkliche Fortschritte zu machen und sich zu motivieren die langen Einheiten auch durchzuziehen. Auch hier hatte ich recht schnell die Überzeugung, dass ich mit fertigen Trainingsplänen, die man in Zeitschriften, Fachbüchern oder natürlich im Internet findet, nicht wirklich glücklich werden würde. Diese sind sicherlich (wissenschaftlich) sehr gut aufgebaut und können eine gute Orientierung liefern, allerdings passen diese irgendwie alle nicht wirklich zu mir. Ich bin kein Profi und mache das ganz mehr zu Spaß, aber dennoch sollte ein solcher Plan ja zu meiner Person und Lebensplanung passen. Ein fertiger Trainingsplan kann daher kaum meinen aktuellen Fitnesszustand berücksichtigen, Rücksicht auf evtl. Urlaub, Krankheit oder Dienstreisen nehmen und passt sich auch nicht an, wenn man feststellt, dass man nicht den Trainingsfortschritt macht, den der Plan eigentlich erwartet. Nebenbei wollte ich gerne die von meinem Verein angebotenen Trainingseinheiten (Athletik- und Lauftraining und ggf. Koppeltraining) nutzen und diese fixen Zeiten sind natürlich auch nicht in einem standardisierten Trainingsplan berücksichtigt. Daher würde ich wohl nicht Drumherum kommen, mir so etwas individuell von einem Trainer/Coach erstellen zu lassen.

Die Trainingsbibel für Triathleten

Die Trainingsbibel für Triathleten

Für die erste Mitteldistanz braucht es einen Plan, der alle drei Disziplinen zusammenführt. Die Trainingsbibel für Triathleten betrachtet Schwimmen, Radfahren und Laufen als gemeinsame Planungsaufgabe. Das Trainingshandbuch ist eine Ergänzung, wenn aus einem Wettkampfziel ein tragfähiger Wochenrhythmus werden soll. Statt drei voneinander unabhängige Programme zu sammeln, lohnt sich der Blick darauf, wie Belastung, Wechsel zwischen den Disziplinen und Erholung zusammenpassen.

Hier hatte ich dank Internet und einem ersten Gespräch auch recht schnell den potentiellen Coach gefunden. Die Chemie schien zu stimmen und auch das Vorgehen war mir direkt sympathisch. So soll ich den Trainingsplan nicht klassisch wöchentlich/monatlich als Excel oder PDF erhalten, sondern als gemeinsamen iCloud Kalender. So hatte ich immer alles dabei und konnte auch meine planbaren Abwesenheiten etc. direkt für den Coach „online“ eintragen. Daneben sollte er einen Zugang zu meinen Trainingsdaten von Garmin Connect erhalten und konnte die Intensität etc. über alle erfassten Daten meiner Sportuhr fenix 3 problemlos anpassen. Zusätzlich sollte es auch noch eine Ernährungsberatung und motivierende Coachings geben, wenn der innere Schweinehund dann doch mal gewinnt. Als Bonus – falls das notwendig sein sollte – könnten auch noch 1:1 Trainingseinheiten eingebaut werden, wobei ich aktuell denke, dass ich diese nicht benötige. Mal sehen, ob ich mich zu einem „ja wir machen das“ durchringen kann.

Eine Mitteldistanz beginnt lange vor dem Startschuss

Mit dem Projekt Ironman 70.3 Rügen verbinden sich im Kopf zunächst die schönen Bilder: der Start am Wasser, lange Kilometer auf dem Fahrrad und am Ende die Ziellinie. Der eigentliche Alltag eines solchen Vorhabens sieht häufig erheblich weniger spektakulär aus. Da wird ein Schwimmtraining zwischen zwei Termine geschoben, nach einer Radausfahrt noch über die Verpflegung nachgedacht und irgendwann festgestellt, dass auch die Anreise organisiert werden muss. Für mich gehört diese organisatorische Seite genauso zu einem großen sportlichen Ziel wie die Einheiten in den drei Disziplinen. Ohne ein wenig Struktur wird aus Vorfreude sehr leicht eine ziemlich lange Liste offener Fragen.

Das Besondere an der Mitteldistanz ist nicht nur die Summe der Kilometer. Die Belastungen folgen direkt aufeinander und verlangen unterwegs unterschiedliche Entscheidungen. Beim Schwimmen möchte man ruhig und effizient bleiben, auf dem Rad möglichst kontrolliert arbeiten und beim anschließenden Laufen noch etwas im Tank haben. Was in jeder Disziplin für sich genommen machbar wirkt, kann in der Kombination überraschend anspruchsvoll werden. Aus diesem Grund ist eine einzelne starke Trainingseinheit für mich noch kein Beweis, dass der gesamte Wettkampftag ebenso glatt laufen wird.

Trainieren heißt nicht: jede Woche drei kleine Wettkämpfe

Wenn ein großes Ziel feststeht, entsteht schnell der Reflex, jeden freien Platz im Kalender mit einer zusätzlichen Einheit zu besetzen. Dahinter steckt meist keine besondere sportwissenschaftliche Theorie, sondern die Sorge, vielleicht nicht ausreichend vorbereitet zu sein. Entscheidend ist aber nicht, wie beeindruckend die Trainingswoche auf dem Papier aussieht. Wichtiger ist, ob die Belastung zum aktuellen Leistungsstand passt und ob zwischen den Reizen genügend Raum für Anpassung bleibt. Drei Disziplinen bieten reichlich Möglichkeiten, die eigene Müdigkeit zu übersehen, weil sich die Belastung jedes Mal etwas anders anfühlt.

Ich finde deshalb eine einfache Frage hilfreicher als die Suche nach dem perfekten Plan: Welche Einheit soll heute eigentlich etwas verbessern? Technik im Wasser, ökonomisches Radfahren, eine ruhige längere Belastung oder die Gewöhnung an den Wechsel? Wenn die Antwort klar ist, fällt es leichter, das Tempo passend zu wählen. Nicht jede Ausfahrt muss besonders schnell sein und nicht jeder Lauf am Ende einer intensiven Woche sollte die aktuelle Bestform testen. Ein solcher Umgang ist weniger aufregend, schafft aber die Grundlage dafür, dass man über Monate konsequent trainieren kann.

Schwimmen: mit Respekt starten, nicht mit hektischer Energie

Gerade beim Schwimmen sind die Unterschiede zwischen Training und Wettkampf auffällig. Eine Bahn im Becken hat Wände, Linien und einen klaren Rhythmus. Im Freiwasser fehlen diese vertrauten Orientierungspunkte, dafür kommen Sicht, Temperatur, andere Menschen und womöglich ungewohnte Bedingungen hinzu. Wer die Distanz im Schwimmbad schon bewältigt hat, besitzt deshalb noch nicht automatisch dieselbe Sicherheit für einen dicht besetzten Wettkampfstart. Freiwasserpraxis, Orientierung und ein realistisches Tempo sind für mich keine netten Ergänzungen, sondern ganz konkrete Vorbereitung.

Wichtig ist dabei auch die Entscheidung, wo und wie man sich beim Start einordnet. Das eigene Tempo lässt sich leichter halten, wenn man nicht schon in den ersten Minuten gegen die stärksten Schwimmer um jeden Meter kämpft. Die Frage nach dem richtigen Neoprenanzug oder den geltenden Regeln gehört ebenfalls in die Vorbereitung, sollte aber nie die Frage nach Wasserkompetenz und Sicherheit ersetzen. Gerade im Freiwasser gilt: Ein Training gehört in geeignete, sichere Bedingungen; allein ins unbekannte Wasser zu gehen, ist keine vernünftige Abkürzung zu mehr Wettkampfhärte.

Radfahren: die vermeintlich einfache Mitte des Tages

Auf dem Rad entscheidet sich häufig, wie viel Laufleistung später noch übrig ist. Das ist so banal, dass man es fast vergisst, sobald ein schöner Abschnitt dazu einlädt, etwas kräftiger zu treten. Wer sich ausschließlich daran orientiert, was die Beine gerade hergeben, kann in der zweiten Rennhälfte eine andere Rechnung präsentiert bekommen. Die konkrete Steuerung mag über Leistung, Puls oder Belastungsgefühl erfolgen. Entscheidend ist, dass der gewählte Maßstab zu Trainingsstand, Bedingungen und Streckenprofil passt und nicht erst im Wettkampf erfunden wird.

Ebenso praktisch sind die Fragen, die man gern unterschätzt: Sitzt die Ausrüstung auch nach zwei Stunden noch gut? Wo sind Verpflegung und Getränke untergebracht? Lässt sich eine Flasche in der geplanten Position sicher greifen? Sind Reifen, Bremsen und Schaltung zuverlässig? Jede dieser Kleinigkeiten klingt für sich wie ein Detail. Gemeinsam können sie darüber entscheiden, ob man konzentriert und ruhig fährt oder sich unterwegs permanent mit unnötigen Problemen beschäftigt. Ich würde lieber einen unspektakulären Materialcheck zu viel machen als eine Überraschung auf halber Strecke erleben.

Der Halbmarathon beginnt nicht bei Kilometer null

Das Laufen nach dem Radfahren ist eine eigene Erfahrung. Die ersten Schritte fühlen sich anders an, die Beine müssen einen neuen Bewegungsablauf aufnehmen und das subjektive Tempo kann täuschen. Gerade deshalb mag ich das Koppeltraining als gezielten Baustein, nicht als wöchentlichen Härtetest. Kurze, kontrollierte Übergänge helfen zu verstehen, wie sich der Wechsel anfühlt und wie der eigene Rhythmus gefunden wird. Die gesamte Wettkampfdistanz ständig im Training nachzustellen, ist dafür keineswegs nötig.

Für die mentale Planung finde ich den Blick auf kleine Abschnitte hilfreicher als den dauernden Vergleich mit der Gesamtdistanz. Laufen lässt sich in Versorgungsstationen, Streckenteile oder einfache Kontrollpunkte untergliedern. Dann lautet die nächste Aufgabe nicht mehr, irgendwie den ganzen Halbmarathon zu überstehen, sondern zunächst sauber weiterzulaufen, etwas zu trinken und das Tempo realistisch zu halten. Diese Konzentration auf das Nächste ist besonders dann nützlich, wenn die schöne Vorstellung vom gleichmäßigen Renntag auf die reale Ermüdung trifft.

Verpflegung muss man vertragen, nicht nur berechnen

Ohne Mampf kein Dampf

Ohne Mampf kein Dampf

Die Verpflegung auf einer Mitteldistanz verdient dieselbe Vorbereitung wie Material und Wechsel. Ralf Kerkeling und Stefan Graf beschäftigen sich mit Ernährung im Ausdauersport: Mahlzeiten, Trainingsverpflegung und persönliche Verträglichkeit gehören dabei zusammen.

Die Verpflegung auf einer Mitteldistanz verdient dieselbe Vorbereitung wie Material und Wechsel. Ohne Mampf kein Dampf von Ralf Kerkeling und Dr. Stefan Graf beschäftigt sich mit Ernährung für Ausdauersportler. Das Buch ergänzt Fragen zur Verpflegung im Training und rund um den Wettkampf. Es lohnt sich besonders als Anregung, Mahlzeiten, Energiezufuhr und persönliche Verträglichkeit gemeinsam zu betrachten und geplante Abläufe vorher auszuprobieren.

Über Energiezufuhr im Ausdauersport lässt sich sehr technisch sprechen. Kohlenhydratmengen, Trinkraten und Elektrolyte wirken in Tabellen übersichtlich. Auf der Strecke zählen zusätzlich Geschmack, Verträglichkeit, Temperatur und die Frage, ob man die geplante Menge unter Belastung überhaupt aufnehmen kann. Aus dieser Perspektive ist die Trainingsphase auch ein Testlabor: Welche Lebensmittel oder Produkte funktionieren für mich bei längeren Einheiten? Was passiert, wenn es warm ist? Und welche Routinen helfen, die Ernährung nicht erst dann ernst zu nehmen, wenn die Energie schon fehlt?

Ich würde deshalb gerade bei einem langen Wettkampftag nicht auf eine spontane Neuerung setzen, nur weil sie an einer Verpflegungsstation angeboten wird. Der Körper reagiert im Wettkampf nicht immer so gelassen wie am Frühstückstisch. Bewährte Abläufe reduzieren die Zahl der Entscheidungen, die unterwegs getroffen werden müssen. Das ist kein Plädoyer für komplizierte Pläne. Im Gegenteil: Eine einfache Strategie, die zuverlässig funktioniert, ist wertvoller als eine perfekte Berechnung, die in der Praxis nicht umgesetzt wird.

Was nach dem Ziel wirklich zählt

Bei einem ersten größeren Triathlon darf Ehrgeiz natürlich dazugehören. Man möchte wissen, was möglich ist, und freut sich über gute Zwischenzeiten. Gleichzeitig sollte ein solches Projekt auch daran gemessen werden, ob die Vorbereitung gesundheitlich tragfähig war und ob man das Erlebnis mitnehmen kann, ohne unterwegs ausschließlich gegen einen starren Zeitplan zu kämpfen. Ein Ziel ist nicht weniger wertvoll, weil man sich unterwegs vernünftig entscheidet. Gerade die Fähigkeit, Tempo und Erwartungen anzupassen, ist Teil der Leistung.

Die Kommentare zu großen Wettkampfprojekten zeigen oft, dass ganz unterschiedliche Dinge im Vordergrund stehen: Nervosität vor dem Start, Materialfragen, die Wechselzone, Ernährung oder die Sorge, an einer Disziplin zu scheitern. Diese Vielfalt finde ich passend. Eine Mitteldistanz ist kein einzelner sportlicher Test, sondern eine lange Kette von Entscheidungen. Je mehr davon schon im Training oder in der Organisation geklärt sind, desto mehr Platz bleibt am Wettkampftag für das, weshalb man sich überhaupt angemeldet hat: Schwimmen, Radfahren, Laufen und vielleicht ein ziemlich breites Grinsen im Ziel.

THEMEN DIESES BEITRAGS
Was löst die Geschichte bei dir aus?

Wähle eine Stimmung – die Reaktionen werden wie bisher gezählt.

 

Kommentare 88

Christina R. am Sonntag, 12. Februar 2017 11:09

Kurze Gegenfrage in die Runde: dass Fragen zu „das Pacing über mehrere Disziplinen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen würdest?

Kurze Gegenfrage in die Runde: dass Fragen zu „das Pacing über mehrere Disziplinen“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen würdest?
Patrick Öztürk am Donnerstag, 09. März 2017 14:06

Über genau diesen Punkt haben wir neulich diskutiert: wie sehr „die Wettkampfnervosität“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen?

Über genau diesen Punkt haben wir neulich diskutiert: wie sehr „die Wettkampfnervosität“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen?
Paula Hartmann am Freitag, 10. März 2017 18:17

Mir fehlt bei der Betrachtung noch ein kleiner Baustein. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.

Mir fehlt bei der Betrachtung noch ein kleiner Baustein. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten.
Tina Wagner am Mittwoch, 12. Juli 2017 13:12

Ich finde gut, dass hier auch die weniger glatten Seiten vorkommen: wie sehr „die Wechselzone“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren.

Ich finde gut, dass hier auch die weniger glatten Seiten vorkommen: wie sehr „die Wechselzone“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren.
Alex Böhm am Mittwoch, 12. Juli 2017 15:43

Schön, dass du das ansprichst. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Ich glaube, der Kontext wird schnell unterschätzt: Wetter, Erholung und Tagesform ändern sehr viel. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen? Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?

Schön, dass du das ansprichst. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Ich glaube, der Kontext wird schnell unterschätzt: Wetter, Erholung und Tagesform ändern sehr viel. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen? Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?
Sophie Lang am Montag, 06. Februar 2017 17:47

Ich würde gern eine Nuance ergänzen: dass Fragen zu „die Wettkampfnervosität“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe.

Ich würde gern eine Nuance ergänzen: dass Fragen zu „die Wettkampfnervosität“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe.
Malte Wolf am Donnerstag, 09. Februar 2017 17:30

Mir hilft es, das in zwei Teile zu zerlegen: warum ich beim Thema „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte.

Mir hilft es, das in zwei Teile zu zerlegen: warum ich beim Thema „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte.
Ben Stein am Sonntag, 26. Februar 2017 18:30

Bei der Schlussfolgerung bin ich noch nicht ganz bei dir. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt? Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens.

Bei der Schlussfolgerung bin ich noch nicht ganz bei dir. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt? Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens.
Sebastian Becker am Mittwoch, 01. Februar 2017 12:23

Das hat bei mir einen Nerv getroffen: ob man „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Ich glaube, der Kontext wird schnell unterschätzt: Wetter, Erholung und Tagesform ändern sehr viel. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?

Das hat bei mir einen Nerv getroffen: ob man „den Unterschied zwischen Trainingsgefühl und Renntag“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Ich glaube, der Kontext wird schnell unterschätzt: Wetter, Erholung und Tagesform ändern sehr viel. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Wie würdest du den Einstieg möglichst unkompliziert gestalten?
Svenja Kramer am Donnerstag, 02. Februar 2017 16:04

Einverstanden, allerdings nur mit einer Einschränkung. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit.

Einverstanden, allerdings nur mit einer Einschränkung. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit.
Niklas Dietrich am Donnerstag, 02. Februar 2017 19:57

Ich würde hier gern nachhaken. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Trotzdem kann eine individuelle Lösung richtig sein, auch wenn sie für die Mehrheit nicht passt. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz.

Ich würde hier gern nachhaken. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Trotzdem kann eine individuelle Lösung richtig sein, auch wenn sie für die Mehrheit nicht passt. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz.
Marie Conti am Mittwoch, 05. Juli 2017 17:47

Ein Gedanke aus dem eigenen Alltag: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Planung im Vorfeld“ ausfallen. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.

Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Was hat bei dir am meisten verändert? Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz.

Ein Gedanke aus dem eigenen Alltag: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Planung im Vorfeld“ ausfallen. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.

Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht. Was hat bei dir am meisten verändert? Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz.
Florian Peters am Mittwoch, 19. Juli 2017 20:49

Mir fehlt bei der Betrachtung noch ein kleiner Baustein. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Was hat bei dir am meisten verändert?

Mir fehlt bei der Betrachtung noch ein kleiner Baustein. Die Rückfrage ist berechtigt; ich würde dabei vor allem die Umsetzbarkeit im Alltag beachten. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Es ist überraschend, wie viel ein freundliches Wort an der Strecke bewirken kann. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Was hat bei dir am meisten verändert?
Sarah Berger am Donnerstag, 02. Februar 2017 09:46

Wenn ich in Münster über „ein langer Koppeltag vor dem Rennen“ nachdenke, fällt mir ein Detail auf. Das ist einer der Punkte, bei denen mir einfache Lösungen lieber sind. Wer ein langer Koppeltag vor dem Rennen kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Umfang braucht Regeneration und einen ehrlichen Blick auf das Privatleben.

Wenn ich in Münster über „ein langer Koppeltag vor dem Rennen“ nachdenke, fällt mir ein Detail auf. Das ist einer der Punkte, bei denen mir einfache Lösungen lieber sind. Wer ein langer Koppeltag vor dem Rennen kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Umfang braucht Regeneration und einen ehrlichen Blick auf das Privatleben.
Felix Bergmann am Donnerstag, 02. Februar 2017 11:43

Ich sehe es ein bisschen anders. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit.

Ich sehe es ein bisschen anders. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. Ein kontrollierter Beginn zahlt sich gerade bei langen Rennen häufig aus. Bei meiner letzten Veranstaltung war die mentale Ruhe fast wichtiger als die letzte Trainingseinheit.
Mara Kaya am Donnerstag, 02. Februar 2017 11:43

Das ist ein guter Einwand. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe.

Das ist ein guter Einwand. Zu deiner Frage: Ich würde zuerst die persönlichen Rahmenbedingungen anschauen. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Wichtig wäre mir, zwischen einem Gefühl im Moment und einem längerfristigen Muster zu unterscheiden. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe.
Kai Schäfer am Sonntag, 05. Februar 2017 09:41

Bei uns in der Trainingsgruppe ist das ein Dauerthema: wie sehr „die Planung im Vorfeld“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung?

Bei uns in der Trainingsgruppe ist das ein Dauerthema: wie sehr „die Planung im Vorfeld“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. In der Wechselzone vergisst man erstaunlich schnell Dinge, die zuhause selbstverständlich waren. Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung?
Trimarkus am Montag, 06. Februar 2017 14:23

Interessant, dass du genau diesen Aspekt aufgreifst. Man merkt bei dem Beispiel „ein langer Koppeltag vor dem Rennen“ ziemlich schnell, wo Theorie und Alltag auseinandergehen. Umfang braucht Regeneration und einen ehrlichen Blick auf das Privatleben. Ich habe das früher zu sehr nach dem Gefühl unmittelbar nach einer Einheit beurteilt.

Interessant, dass du genau diesen Aspekt aufgreifst. Man merkt bei dem Beispiel „ein langer Koppeltag vor dem Rennen“ ziemlich schnell, wo Theorie und Alltag auseinandergehen. Umfang braucht Regeneration und einen ehrlichen Blick auf das Privatleben. Ich habe das früher zu sehr nach dem Gefühl unmittelbar nach einer Einheit beurteilt.
Mara Braun am Montag, 24. Juli 2017 23:24

Ich bin da etwas pragmatischer unterwegs: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann.

Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst? In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum.

Ich bin da etwas pragmatischer unterwegs: dass Fragen zu „die Planung im Vorfeld“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Vor meinem ersten Start hatte ich mehr Fragen zur Organisation als zur eigentlichen Leistung. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann.

Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Wie viel Spielraum lässt du dir dabei bewusst? In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum.
David Berg am Dienstag, 25. Juli 2017 09:27

Beim Nachdenken über „ein langer Koppeltag vor dem Rennen“ fällt mir noch etwas auf. Das ist ein fairer Gegenpunkt. Mir würde vor allem interessieren, was langfristig funktioniert. Wer ein langer Koppeltag vor dem Rennen kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Umfang braucht Regeneration und einen ehrlichen Blick auf das Privatleben. Die einfachen Routinen halten bei mir länger als sehr detaillierte Vorgaben.

Beim Nachdenken über „ein langer Koppeltag vor dem Rennen“ fällt mir noch etwas auf. Das ist ein fairer Gegenpunkt. Mir würde vor allem interessieren, was langfristig funktioniert. Wer ein langer Koppeltag vor dem Rennen kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Umfang braucht Regeneration und einen ehrlichen Blick auf das Privatleben. Die einfachen Routinen halten bei mir länger als sehr detaillierte Vorgaben.
Bereits registriert? Hier einloggen
Samstag, 07. November 2026

Sicherheitscode (Captcha)

Druck- & PDF-VorschauArtikel mit Bildern und Layout aufbereitet
Im Druckdialog: Ziel „Als PDF speichern“ auswählen.

HALLO!

Dr. Markus Groß
Carl-Langhans-Str. 8
40789 Monheim

Quick Link

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.

CookieHint and Consent by reDim GmbH (Öffnet in neuem Fenster)