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Meine Gedanken, Erinnerungen und Erlebnisse als Athlet. Ich freue mich über alle Anregungen und Kommentare. Stay tuned...

03. Mai 2020

Wenn Kalender plötzlich zu Streichlisten werden und Pläne zu Fußnoten, sucht man sich Bilder, die das Unfassbare greifbar machen. So kam mir irgendwann der Gedanke an die poetischen, manchmal rätselhaften Jahresnamen, die in China seit Jahrhunderten durch die Zeit wandern: „Jahr des Drachen“, „Jahr des Ochsen“, „Jahr der Glückseligkeit“. Klingt nach Ordnung, nach Zyklus, nach etwas, das größer ist als wir. 2020 fühlte sich dagegen an wie ein aus dem Takt geratenes Metronom: ein Jahr des Abstandes, ein Jahr der verschobenen Startschüsse, ein Jahr der stillen Stadien. Und doch war es auch ein Jahr, das Dinge scharfstellte, die sonst im Lärm untergehen. Es hat uns den Luxus genommen, den wir Training nennen – und uns gleichzeitig gezeigt, wie sehr wir ihn lieben.

Jahr des Abstands – eine Metrik zwischen Menschen

„Social Distancing“ – zwei Worte, die zu einer Maßeinheit wurden. 1,5 bis 2 Meter Luft zwischen Körpern, zwischen Stimmen, zwischen Atemzügen. Es ist seltsam, wie schnell man anfängt, Distanzen zu schätzen, ohne ein Maßband in der Hand zu halten. Der Blick lernt das, die Schultern merken es, der Schritt passt sich an. Wenn der Abstand nicht geht, dann Maske. Kein Schild, kein Panzer, keine Heldenrüstung – sondern eine textile Erinnerung daran, dass Schutz in diesem Fall heißt, den anderen zu schützen. Das ist eine Umkehrung vieler Gewohnheiten: Wir lernen, Rücksicht als aktive Handlung zu begreifen. Für das Training, für den Alltag, für das Miteinander.

Es war kein lauter Moment, kein Stolpern, kein falscher Schritt. Es war nur dieses kleine, unscheinbare Zwicken im rechten Knie. So etwas, das man als Ausdauerathlet automatisch in die „Wird-schon-weggehen“-Schublade legt. Ein bisschen Schonung, eine Nacht Schlaf, vielleicht zwei — fertig. Ich dachte an Überlastung, an einen etwas zu ambitionierten Block, an einen Tag mit zu wenig Mobilisation. Da...
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Ich weiß gar nicht mehr genau, welcher Gedanke damals den Ausschlag gegeben hat. Vielleicht war es diese Mischung aus Respekt und Faszination, die der Name „Ironman“ auslöst. Vielleicht die Sehnsucht, mein „erstes Mal“ auf der Mitteldistanz nicht irgendwo auf einer Wiese mit Startnummer aus dem Laserdrucker zu erleben, sondern unter einem Zielbogen, der seit Jahrzehnten Synonym für großen Triathlo...
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Nachdem ich nun so langsam meine Abneigung gegen organisierte Läufe abgelegt hatte, konnte ich in der Zwischenzeit schon an einigen kleineren lokalen Läufen mehr oder minder erfolgreich teilnehmen. Ich muss schon zugeben, dass diese Laufveranstaltungen schon etwas anderes sind, als solche Strecken überwiegend alleine zu laufen. Die Motivation ist schon eine ganz andere in einer großen Menge zu lau...
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HALLO!

Dr. Markus Groß
Carl-Langhans-Str. 8
40789 Monheim

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