Dr. Markus Groß
Carl-Langhans-Str. 8
40789 Monheim
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit: Auch die Fitnessstudios mussten im Zuge der Corona-Eindämmungsmaßnahmen bundesweit schließen. Und obwohl ich damit gerechnet hatte, hat es mich doch kurz erwischt – so ein Dumpf im Bauch, ein „Na toll, und jetzt?“. Rückblickend wundere ich mich sogar ein bisschen, dass Studios im Vergleich zu anderen Einrichtungen so lange geöffnet bleiben durften. Wenn man ehrlich ist, sind Fitnessräume prädestiniert für alles, was man pandemisch eher vermeiden möchte: viele Menschen in begrenzten Räumen, Geräte dicht an dicht, nicht immer optimale Belüftung, laute Musik (also automatisch weniger Abstand beim Sprechen) – und überall verschwitzte Griffe, Matten und Polster. In meinem Studio standen zwar an jeder Ecke Desinfektionsspender, aber die beste Maßnahme hilft nur, wenn sie konsequent genutzt wird. Und ganz offen: das passierte nicht überall.
Als die Schließung dann offiziell kam, gab es einen fixen Stichtag: Ab dann ist dicht. Das wirkt auf dem Papier logisch, aber in der Realität hat es einen kleinen, sarkastischen Beigeschmack. Vor diesem Datum war Training ganz normal möglich – als hätte das Virus sich vertraglich verpflichtet, bis dahin höflich zu warten. Mir ist klar, dass Behörden planen müssen und Übergangsfristen sinnvoll sind; gleichzeitig offenbart diese Pünktlichkeit eine Merkwürdigkeit: Epidemiologie hält sich ungern an Kalender.
Ich war an einem der letzten Tage noch im Studio und habe zwischen zwei Sätzen den Trainer gefragt, wie das jetzt mit den Beiträgen ist. Immerhin zahle ich für eine Leistung, die ich ab sofort nicht nutzen kann. Seine Antwort war freundlich, aber inhaltlich leer: „Dazu gibt’s bald was in der App – und eine FAQ auf der Website.“ Kein Vorwurf an die Mitarbeiter vor Ort; die Info lief ganz offensichtlich zentral. Also wartete ich. Und wartete.
Wenige Tage später kamen die Benachrichtigungen: Website, App, Facebook – überall die gleiche Botschaft. Die nicht nutzbaren Monate würden nach Vertragsende gutgeschrieben. Heißt: Wer kündigt, trainiert noch eine Weile kostenlos weiter – so lange, wie die Schließung gedauert hat. In vielen Kommentaren las ich Unterstützung: Man müsse die Studios jetzt zusammenhalten, schließlich hätten die Betreiber Fixkosten. Und ja, 20 Euro im Monat sind kein Ruin; das ist nicht die Miete.
Trotzdem regte sich Widerstand in mir – nicht, weil ich die Studios nicht unterstützen wollte, sondern weil die „Lösung“ bei näherem Hinsehen eine merkwürdige Logik hat. Sie funktioniert nur in Sonderfällen. Variante A: Ich kündige und bleibe am Ort – dann nutze ich die Gutschrift tatsächlich. Variante B: Ich kündige, weil ich nicht mehr trainieren kann (gesundheitlich oder zeitlich), dann bringt mir die Gutschrift exakt gar nichts. Variante C: Ich ziehe um, und in der Nähe gibt es keinen FitX – die Gutschrift bleibt ein Papiertiger. Sprich: Das Modell setzt voraus, dass ich kündige und gleichzeitig weiterhin Zugang zur Kette habe. Beides ist in der Praxis selten.
Zum Vergleich: Andere Ketten boten – laut Kommunikation in ihren Kanälen – mehrere Optionen an: beitragsfreie Ruhezeit, Personal-Training-Sessions als Kompensation, Leihgeräte, Outdoor-Workouts, App-Zugänge mit echten Mehrwerten. Natürlich kann auch das nicht jedem gerecht werden, aber es lässt Kunden wenigstens wählen. Bei FitX gab es: ein Modell, eine Richtung, null Differenzierung.
Bevor das falsch klingt: Ich verstehe betriebswirtschaftliche Zwänge. Studios haben Miete, Strom, Wasser, Reinigung, Leasingraten für Geräte, Versicherungen; Trainergehälter laufen weiter – wenn auch teilweise reduziert oder mit Kurzarbeit. Und ja, es gab staatliche Hilfen; wie passgenau und in welcher Höhe, ist eine andere Diskussion. Gleichzeitig bin ich Kunde – und die Gegenleistung fehlte spürbar.
Für mich ist das kein Entweder-oder. Man kann gleichzeitig sagen: Ich unterstütze gerne – und ich erwarte Augenhöhe bei der Lösung. Augenhöhe heißt: Wahlmöglichkeiten, ehrliche Kommunikation, Verständnis für verschiedene Lebenssituationen. Was mich getriggert hat, war nicht die Idee „Gutschrift“. Es war, dass sie als die faire Lösung verkauft wurde, obwohl sie für viele nicht fair ist.
Ich schrieb also der Kundenbetreuung. Höflich, neugierig, ohne drohenden Unterton. Ich wollte wissen, ob es Alternativen gibt: Beitragsfreistellung? Spendenmonat? Guthaben während der Vertragslaufzeit nutzbar? Vielleicht ein Paket aus Onlinekursen, Outdoor-Sessions, ein paar Personal-Training-Slots? Die Antwort war… generisch. „Es sind für alle schwierige Zeiten. Wir bitten um Verständnis.“ Ich antwortete erneut, diesmal präziser, mit konkreten Vorschlägen. Zurück kam ein nahezu identischer Text. Beim dritten Mal bat ich um eine Abweichung vom Standard – gerne individuell. Wieder: „Wir verstehen, aber…“ – und der gleiche Absatz.
Ich weiß, wie es in solchen Phasen in Service-Abteilungen zugeht: hohe Ticketzahlen, Vorgaben aus der Zentrale, rechtliche Leitplanken, die man nicht sprengen darf. Aber es gibt einen Unterschied zwischen Erklären und Abwiegeln. Eine gute Antwort hätte zum Beispiel so klingen können: „Wir dürfen aktuell nur Option X anbieten. Parallel erarbeiten wir Option Y. Wenn Sie möchten, nehmen wir Sie in eine Liste auf und melden uns, sobald Y steht.“ Oder: „Wir können Ihren Vertrag ruhen lassen und die Abbuchung stoppen. Alternativ bleibt die Gutschrift am Vertragsende. Was ist Ihnen lieber?“ Beides wäre ehrlich. Beides hätte mein Anliegen ernst genommen.
Nach drei, vier Runden Textbaustein habe ich – mehr aus Prinzip als aus Zorn – gesagt: „Dann möchte ich bitte die Beiträge für die Schließungszeit erstattet bekommen.“ Die Replik: Man würde die Rückzahlung veranlassen, ich solle bitte keine Rücklastschrift auslösen. Das war’s. Wochen vergingen. Kein Eingang. Keine erneute Nachricht, kein Update. Ich dachte irgendwann halb ironisch: Wenn die Erstattung kommt, überweise ich das Geld anstandslos zurück – einfach, um zu zeigen, dass es mir nie um die 20 Euro ging. Mir ging es um Wertschätzung und Logik.
Wenn etwas klein ist, neigt man dazu, es wegzuwischen. „Komm, sind nur ein paar Euro.“ Der Punkt ist: An kleinen Dingen zeigt sich Haltung. Nicht weil sie wirtschaftlich entscheidend sind, sondern weil sie sichtbar machen, wie ein Unternehmen denkt. Gibt es Wahlmöglichkeiten? Wird die Lebensrealität von Kunden anerkannt? Wird Verantwortung geteilt – oder einseitig weitergereicht? In Krisen ist Kommunikation kein Schönwetter-Instrument, sondern Betriebsmittel.
In Krisenzeiten rutscht die Debatte schnell in Moralfallen. Wer eine Erstattung anspricht, gilt als herzlos; wer blind zahlt, als naiv. Dazwischen liegt ein breites Feld. Studios sind Unternehmen – mit Bilanzen, Pflichten, Chancen. Kunden sind Menschen – mit Haushalten, Ängsten, Erwartungen. Beiden Seiten hilft, wenn Begriffe sauber bleiben:
Wenn ein Studio sagt: „Wir brauchen Unterstützung“, dann kann ich ja sagen – aber bitte als bewusste Entscheidung. Wenn es sagt: „Wir kompensieren“, dann ist „kompensieren“ keine Vertröstung auf später, sondern heute erlebbarer Wert. Das ist keine Erbsenzählerei, sondern saubere Sprache – und damit saubere Beziehung.
Ich habe mir damals (auch aus beruflicher Neugier) vorgestellt, wie so eine Entscheidung intern entsteht. Da sitzt ein Krisenstab und jongliert mit Kennzahlen: monatliche Fixkosten, variable Kosten im Shutdown, Liquiditätsreichweite, Stornoquote, rechtliche Risiken, IT-Aufwand für Sonderfälle. Die einfachste Lösung (eine Regel für alle) ist in Excel die sauberste. Die fairste Lösung (drei, vier Wahloptionen) ist in Excel die anstrengendste. Und genau dort trennt sich Haltung von Komfort. Ja, Wahloptionen erhöhen Aufwand – sie senken aber auch Churn (Abwanderung) und heben Lifetime Value (Bindung). Wer in der Krise Beziehung investiert, verdient in Ruhephasen Vertrauen zurück.
Menü statt Monolith:
Kommunikation dazu: „Wir wissen, dass keine Option perfekt ist. Darum lassen wir Sie wählen. Wenn Ihnen etwas fehlt, schreiben Sie uns – wir passen nach.“ Das ist nicht teuer, das ist erwachsen.
Dieser Ablauf ist mir wichtig, weil er meine Motivation sichtbar macht. Ich wollte nicht sparen, ich wollte Sinn. Und ich glaube, so ging es vielen.
Worte wie „Kundentreue“, „Kulanz“ und „Solidarität“ klingen gut – bis sie als Einbahnstraße erlebt werden. Kulanz ist ein Geschenk des Unternehmens; Solidarität ist eine Haltung beider Seiten. Wenn ich Beiträge zahle, ohne Leistung zu bekommen, dann ist das keine „Treue“, sondern Unterstützung. Wenn das Studio mich dafür ernst nimmt und mir spürbare Werte zurückgibt, wird aus Unterstützung Beziehung. Klingt nach Haarspalterei? Vielleicht. Aber genau an solchen Stellen entscheidet sich, ob man nach der Krise wieder durch die Drehkreuztür geht – oder am Schaufenster vorn vorbeiläuft.
Kurze, klare Mail an den Support (Beispiel):
Betreff: Beitrag während Schließung – Bitte um faire Alternative
Hallo [Name/Team],
ich bin Mitglied seit [Monat/Jahr], Kundennummer [xxx].
Für die Zeit der behördlichen Schließung kann ich die Leistung nicht nutzen.
Ich schlage folgende Optionen vor und bitte um eine davon:
Mir geht es nicht um eine Konfrontation, sondern um eine angemessene Lösung.
Danke für Ihre Rückmeldung bis [Datum].
Freundliche Grüße
[Name]
Kurz, freundlich, mit Alternativen und Frist. Kein Schwert, aber ein Geländer.
Weil es nicht nur um einen Vertrag geht. Es geht um das Verständnis, dass Service nicht in Hochglanzbroschüren entsteht, sondern an kleinen Kreuzungen: hier eine ehrliche Antwort, dort ein Abbiegen weg von der Mustervorlage, da ein „Wir sehen Sie“. Und weil 2020 ein Jahr war, das Strukturen entkleidet hat. Plötzlich stand man als Unternehmen nicht mehr auf der Bühne des Wachstums, sondern im schwach beleuchteten Treppenhaus der Beziehungspflege. Wer dort eine Taschenlampe hatte – Empathie, Ideen, Mut –, kam gut runter. Wer im Dunkeln nach der Steckdose tastete, stolperte über Kunden.
Geblieben ist bei mir kein Groll. Eher eine nüchterne Art von Bilanz: In schwierigen Zeiten wurde eine einfache Lösung gewählt – leider eine, die an den Bedürfnissen vieler vorbeiging. Ich werde deshalb nicht „grundsätzlich“ gegen Ketten wettern; ich trainiere gerne im Studio, mag die Routinen, die Menschen, die Atmosphäre. Ich wünsche mir nur, dass der Lernmoment genutzt wurde.
Konkret wünsche ich mir:
Das ist nicht revolutionär. Es ist schlicht – und gerade deshalb stark.
Am Ende dieses kleinen Kapitels aus 2020 bleibt für mich eine simple Einsicht: Loyalität entsteht nicht aus Pflicht, sondern aus erlebter Fairness. Ich hätte am liebsten eine Mail bekommen, in der stand: „Wir sehen die Lage. Sagen Sie uns, was Ihnen hilft. Hier sind drei Optionen – und wenn keine passt, suchen wir eine vierte.“ Hätte ich dann vielleicht trotzdem gezahlt? Sehr wahrscheinlich. Weil ich nicht nur Mitgliedsnummer [xyz] gewesen wäre, sondern Mensch.
Und genau deshalb erzähle ich das. Nicht, um einen Pranger zu bauen, sondern um eine Brücke. Studios brauchen Mitglieder – und Mitglieder brauchen Studios. Was beide verbindet, ist selten das perfekte Angebot. Es ist die Art, wie man miteinander umgeht, wenn Pläne platzen. 20 Euro im Monat sind klein. Das, was sie sichtbar machen, ist groß.
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Dr. Markus Groß
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Kommentare 100
Interessant, wie unterschiedlich das laufen kann: warum ich beim Thema „die Kommunikation mit dem Fitnessstudio“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Mir hätte damals schon eine verständliche Information zu den Beiträgen viel Ärger erspart.
Ich komme eher aus einer anderen sportlichen Ecke: dass Fragen zu „faire Lösungen für beide Seiten“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Mir hätte damals schon eine verständliche Information zu den Beiträgen viel Ärger erspart. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Studios mit derselben schwierigen Situation umgegangen sind. Ich bin eher ein Freund von belastbaren Erfahrungen als von großen Versprechen in einem einzelnen Satz. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Welche Rolle spielt für dich dabei das Körpergefühl?
Würde ich so nicht verallgemeinern. Den Einwand aus dem vorherigen Kommentar finde ich durchaus bedenkenswert. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Studios mit derselben schwierigen Situation umgegangen sind. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Über genau diesen Punkt haben wir neulich diskutiert: dass Fragen zu „die Zeit ohne Trainingsmöglichkeit“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Wenn eine Leistung zeitweise nicht genutzt werden kann, sollte die Kommunikation darüber klar und nachvollziehbar bleiben. Mir hätte damals schon eine verständliche Information zu den Beiträgen viel Ärger erspart. Was hat bei dir am meisten verändert?
Zu „Beiträge trotz eingeschränkter Nutzung“ habe ich eine ziemlich praktische Sicht. Ich glaube, wir meinen etwas Ähnliches, setzen aber an unterschiedlichen Stellen an. Wer Beiträge trotz eingeschränkter Nutzung kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Hier zählen die konkreten Vertragsbedingungen statt allgemeiner Erfahrungen. In der Gruppe funktioniert die Abstimmung anders als beim Training allein. Für den Wiedereinstieg hätte ich das gern früher gewusst. Es macht eben einen Unterschied, ob man ausgeruht oder direkt nach einem vollen Arbeitstag startet. Ein Gespräch mit anderen hat mir da mehr geholfen als noch eine neue App.
So hatte ich das noch nicht betrachtet. Ich finde, man muss bei solchen Situationen sauber zwischen Vertrag, Kulanz und eigener Erwartung unterscheiden. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können.
Wenn ich in Dresden über „Beiträge trotz eingeschränkter Nutzung“ nachdenke, fällt mir ein Detail auf. Es gibt dazu tatsächlich zwei sinnvolle Sichtweisen. Ich würde hier nicht zuerst die perfekte Variante suchen. Hier zählen die konkreten Vertragsbedingungen statt allgemeiner Erfahrungen.
Kurze Gegenfrage in die Runde: warum ich beim Thema „faire Lösungen für beide Seiten“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Wenn eine Leistung zeitweise nicht genutzt werden kann, sollte die Kommunikation darüber klar und nachvollziehbar bleiben. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Studios mit derselben schwierigen Situation umgegangen sind. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen.
Beim Nachdenken über „Beiträge trotz eingeschränkter Nutzung“ fällt mir noch etwas auf. Den Einwand nehme ich gern auf. Die praktische Frage ist für mich Beiträge trotz eingeschränkter Nutzung. Hier zählen die konkreten Vertragsbedingungen statt allgemeiner Erfahrungen.
Für meinen Alltag zählt vor allem eins: wie sehr „faire Lösungen für beide Seiten“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ich finde, man muss bei solchen Situationen sauber zwischen Vertrag, Kulanz und eigener Erwartung unterscheiden.
Das kann ich gut nachvollziehen. Ich finde, man muss bei solchen Situationen sauber zwischen Vertrag, Kulanz und eigener Erwartung unterscheiden. Ganz ohne Struktur würde ich es trotzdem nicht angehen, sonst verschiebt sich das Thema immer auf morgen. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird.
So hatte ich das noch nicht betrachtet. Die Schließung des Studios hat bei mir zumindest dazu geführt, Alternativen für die Bewegung zuhause zu finden. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte.
Was ich aus ähnlichen Situationen mitgenommen habe: wie sehr „die Frage der Beitragszahlungen während einer Schließung“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Ich finde, man muss bei solchen Situationen sauber zwischen Vertrag, Kulanz und eigener Erwartung unterscheiden.
Danke für die konkrete Rückmeldung. Mein erster Gedanke war Beiträge trotz eingeschränkter Nutzung. Hier zählen die konkreten Vertragsbedingungen statt allgemeiner Erfahrungen. Wenn die Rahmenbedingungen nicht passen, bringt die schönste Theorie wenig. Im Verein habe ich dazu schon sehr unterschiedliche Herangehensweisen gesehen. Mich interessieren genau solche unspektakulären Erfahrungen, weil sie wiederholbar sind. Solange das auch mit einem unruhigen Familienkalender funktioniert, bin ich dabei.
Ich würde gern eine Nuance ergänzen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Kommunikation mit dem Fitnessstudio“ ausfallen. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Studios mit derselben schwierigen Situation umgegangen sind. Wenn eine Leistung zeitweise nicht genutzt werden kann, sollte die Kommunikation darüber klar und nachvollziehbar bleiben. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung.
Bei mir hat es erst funktioniert, nachdem ich den Anspruch an das perfekte Ergebnis heruntergeschraubt hatte. Woran merkst du, dass du an der richtigen Stelle nachjustierst? Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Gerade die Momente, in denen es nicht nach Plan geht, verraten viel über die Qualität eines Vorgehens. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe.Ich komme eher aus einer anderen sportlichen Ecke: wie sehr „faire Lösungen für beide Seiten“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. Wenn eine Leistung zeitweise nicht genutzt werden kann, sollte die Kommunikation darüber klar und nachvollziehbar bleiben. Ohne die Ausgangslage zu kennen, würde ich mit einem konkreten Ratschlag eher zurückhaltend sein. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest?
Auf dem Papier klingt vieles leicht; in der Woche mit Terminen sieht es dann anders aus: warum ich beim Thema „faire Lösungen für beide Seiten“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Ich finde, man muss bei solchen Situationen sauber zwischen Vertrag, Kulanz und eigener Erwartung unterscheiden.
Spannend finde ich hier vor allem: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Zeit ohne Trainingsmöglichkeit“ ausfallen. Die Schließung des Studios hat bei mir zumindest dazu geführt, Alternativen für die Bewegung zuhause zu finden. Ich finde, man muss bei solchen Situationen sauber zwischen Vertrag, Kulanz und eigener Erwartung unterscheiden. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Bei mir wurden die Ergebnisse stabiler, als ich mich auf wenige Stellschrauben gleichzeitig konzentriert habe. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken.
Was mir an dem Ansatz gefällt: dass Fragen zu „die Kommunikation mit dem Fitnessstudio“ nicht für alle gleich zu beantworten sind. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Studios mit derselben schwierigen Situation umgegangen sind. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag.
Bei mir war die Lernkurve erstaunlich steil: ob man „die Kommunikation mit dem Fitnessstudio“ wirklich so einfach beurteilen kann. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Studios mit derselben schwierigen Situation umgegangen sind. Ich finde, man muss bei solchen Situationen sauber zwischen Vertrag, Kulanz und eigener Erwartung unterscheiden. Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und unnötigem Druck ist für mich da ziemlich schmal. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Was sich bei mir bewährt hat, ist ein eher kleiner Schritt, den ich wirklich regelmäßig unterbringe. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung.