MY TRILIFE

SWIM.

Im Wasser. Im Rhythmus. Im Moment.

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TRIATHLON LIFE / swim

Können wollen

Können wollen Können wollen

Ich hätte nicht gedacht, wie anstrengend es sein kann, beim „richtigen“ Schwimmen angemessen Fahrt aufzunehmen. Ein richtiges Schwimmen gibt es beim Triathlon ja eigentlich nicht, da man einen beliebigen Stil schwimmen kann, aber ich hatte mir auf die Fahne geschrieben doch mit der effektivsten und effizientesten Technik Kraul an den Start zu gehen. Dass ich die Kraultechnik nicht beherrschte wusste ja schon, als ich mit dem Schwimmtraining angefangen hatte, aber das es so lange dauern würde, bis ich die „lächerliche“ Strecke von 500 m in akzeptabler Zeit und nicht zu großen Kraftanstrengungen hinter mich bringen würde, hätte ich nicht vermutet. Immerhin war ja eine gewisse Ausdauer vorhanden, wenn ich 100 km auf dem Rad oder 20 km Laufen „problemlos“ hinter mich bringen konnte. Dagegen wirken 500 m doch wirklich lächerlich, sind sie aber offenbar nicht.

Alleine die Koordination der verschiedenen Körperbereiche und das richtige Zusammenspiel machen die Sache ganz schön komplex. Laufen und Radfahren können die meisten ja schon grundsätzlich, auch wenn man hier sicher auch was an der Technik oder evtl. der Kondition optimieren kann. Aber wenn man das Kraulen als Kind/Jugendlicher nicht gelernt hat, dann ist das vermutlich so, als ob jemand der nie Radfahren beigebracht bekommen hat, dies als Erwachsener erst lernen möchte. Die richtige Wasserlage durch die richtige Körperspannung, die richtige Lage der Hüfte durch den richtigen Kraulbeinschlag und vor allem der richtige Unterwasser- und Überwasserarmzug zum Vortrieb, müssen zeitlich richtig angewendet werden. Nebenbei darf man natürlich auch das Atmen nicht vergessen, da der Kopf für die richtige Wasserlage die meiste Zeit unter Wasser liegt.

Schon etwas frustrierend wenn man die ersten Trainingseinheiten im Kinderlernbecken verbringt, aber leider ist dies vermutlich unausweichlich um die beschriebenen Körpertechniken getrennt voneinander zu üben und ein erstes Gefühl dafür zu entwickeln. Nun hatte ich diesen Schritt schon lange überwunden und eigentlich – so meine eigene Wahrnehmung – machte ich gute Fortschritte. Leider hat das mein Trainer nicht so gesehen. Mit meiner eigenen Technik hatte ich zwar schon Geschwindigkeit aufgenommen, allerdings habe ich dabei einen vermeintlich kraftschonenden Unterwasserarmzug verwendet und diese Kraftschonung durch eine höhere Schlagzahl kompensiert. Das ist natürlich eher kontraproduktiv und ich stand vor der Wahl zu versuchen mit dieser schlechten Technik so lange zu trainieren, bis ich vielleicht die geforderte Distanz schaffen könnte, oder einen Schritt zurückzugehen und zu versuchen doch die – für die Zukunft – richtige Technik zu lernen. Da man die einmal falsch verinnerlichte Technik später quasi nicht mehr herausbekommt, habe ich mich dann für den Schritt zurück entschieden und wollte es richtig lernen. Können wollen!

Entgegen meiner bisherigen Methodik habe ich mich sogar auf Trainingspläne eingelassen (vielleicht hilft es ja):

Trainingsplan

Auch vor dem Risiko, dass ich die 500 m bei meinem ersten Triathlon nicht am Stück durchkraulen kann. Dafür dann aber die ersten 250 m mit der richtigen Technik. Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon und zur Not mache ich halt die fehlende Meter als Brustschwimmer zu Ende...

Warum Ausdauer allein beim Kraulen wenig hilft

Beim Laufen kenne ich meinen Körper. Ich weiß ungefähr, welches Tempo sich noch locker anfühlt, und kann mich auf längere Distanzen einstellen. Beim Schwimmen war das plötzlich anders. Da liegt jemand, der eigentlich schon einiges an Ausdauer besitzt, im Wasser und fragt sich nach ein paar hundert Metern, warum er sich so anstrengen muss. Die Idee, die ersten 500 Meter Kraulen müssten doch ein kleiner Zwischenschritt auf dem Weg zum Triathlon sein, war ziemlich optimistisch. Vor allem habe ich unterschätzt, wie technisch diese Bewegung ist.

Ein guter Schwimmer bewegt sich nicht deshalb leicht durchs Wasser, weil er unendlich viel Kraft hat. Er bietet dem Wasser möglichst wenig Widerstand und nutzt seine Bewegungen, um mit überschaubarem Energieaufwand voranzukommen. Wer dagegen den Kopf ständig zu hoch hält, die Hüfte absinken lässt oder mit hektischen Armzügen versucht, fehlenden Vortrieb auszugleichen, wird erstaunlich schnell müde. Mehr Fitness löst solche Probleme nur begrenzt. Es braucht die Bereitschaft, an vermeintlich kleinen Bewegungen zu arbeiten.

Koordination ist eine eigene Form von Anstrengung

Beim Kraulen müssen Atmung, Wasserlage, Armzug, Rotation und Beinschlag zusammenpassen. Das ist im Grunde eine koordinative Aufgabe, für die ich nicht allein mehr Kondition brauche. Gerade die Atmung bringt Anfänger schnell aus dem Rhythmus. Wer den Kopf zum Luftholen weit aus dem Wasser dreht, verändert den ganzen Körper. Danach wird der nächste Zug hektischer, das Tempo unruhig und die Luft knapper. So entsteht eine unangenehme Schleife: Je mehr ich versuche, es mit Kraft zu lösen, desto schlechter fühlt es sich an.

Schwimmen für alle

Schwimmen für alle

Regelmäßiges Schwimmen und bewusstes Lernen sind zwei unterschiedliche Aufgaben.

Schwimmen für alle widmet sich Wasserlage, Atmung und einer effizienten Schwimmtechnik. Das Buch ergänzt das Lernen im Becken, wenn du Bewegungsabläufe besser verstehen und eine konkrete Frage für die nächste Übung formulieren möchtest. Hilfreich ist der Wechsel zwischen Nachlesen, bewusstem Ausprobieren und einer Rückmeldung von außen zur tatsächlich ausgeführten Bewegung.

Für die nächste Einheit ist eine einzige beobachtbare Aufgabe oft hilfreicher als eine lange Übungsliste. Trainerfeedback kann zeigen, wie gut Bewegungsgefühl und tatsächliche Ausführung übereinstimmen.

Die Alternative ist, einzelne Elemente gezielt zu üben und sie erst nach und nach wieder zusammenzuführen. Eine ruhige Ausatmung ins Wasser, die Rotation zur Seite und eine stabile Position sind nicht glamourös. Aber wer hier Fortschritte macht, spart bei jedem Zug Energie. Für mich war das eine der wichtigsten Umstellungen beim Wechsel zum Triathlon: Ich musste akzeptieren, dass ein trainierter Läufer im Wasser zunächst wieder ein Anfänger sein kann.

Eine Schwimmstunde kann effizienter sein als tausend Extra-Meter

Man könnte versuchen, ein technisches Defizit einfach durch viele weitere Bahnen zu kompensieren. Das funktioniert nur begrenzt. Wenn der Bewegungsablauf jedes Mal denselben Fehler enthält, wird dieser durch zusätzliche Wiederholungen eher stabilisiert. Deshalb halte ich qualifizierte Rückmeldung beim Schwimmen für besonders wertvoll. Ein Trainer sieht die Körperposition und die Bewegungen aus einer Perspektive, die ich im Wasser selbst nicht habe. Oft reicht ein kleiner Hinweis, um plötzlich zu verstehen, wo die Energie bleibt.

Auch Videoaufnahmen können helfen, sofern sie unter vernünftigen Bedingungen entstanden sind und fachlich eingeordnet werden. Was man im Kopf zu tun glaubt, sieht im Wasser manchmal völlig anders aus. Allerdings sollte man nicht versuchen, zehn Fehler gleichzeitig zu korrigieren. Ich finde es sinnvoller, ein Hauptthema für eine Einheit zu wählen und erst dann etwas Neues anzugehen, wenn der erste Baustein halbwegs funktioniert. Schwimmen lernen ist kein Wettrennen gegen die eigene Geduld.

Die Sache mit dem Vortrieb

Viele Anfänger konzentrieren sich darauf, mit den Händen möglichst kräftig nach hinten zu drücken. Entscheidend ist aber, wie der Unterarm im Wasser positioniert wird und ob die Bewegung tatsächlich nützlichen Vortrieb erzeugt. Je nach Technik und Trainingsstand können Hilfsmittel zum besseren Gefühl beitragen. Sie ersetzen jedoch keine saubere Bewegung. Wenn man mit großen Paddles nur den Widerstand erhöht, während die Körperlage schlecht bleibt, ist die zusätzliche Belastung nicht automatisch ein Fortschritt.

Ich würde deshalb zwischen Technikarbeit und Kraftarbeit unterscheiden. Beim Techniktraining brauche ich Aufmerksamkeit für den Bewegungsablauf und sollte nicht bis zur völligen Erschöpfung weitermachen. Wenn die Bewegung zerfällt, ist die Fähigkeit, etwas Neues zu lernen, begrenzt. Ein ruhiger, sauberer Abschnitt kann mehr wert sein als ein weiterer unkontrollierter Sprint. Erst wenn die Grundlagen stabil sind, lässt sich das Tempo sinnvoll steigern.

Warum 500 Meter psychologisch länger sein können

Die Distanz selbst ist beim Laufen nichts Besonderes. Im Wasser wird sie zur kleinen mentalen Herausforderung. Die Wand im Schwimmbad kommt regelmäßig, aber der Gedanke an eine längere Freiwasserstrecke lässt sich nicht einfach an der nächsten Wende abschütteln. Ich glaube, dass dieser Unterschied häufig unterschätzt wird. Wer seine Atmung noch nicht sicher im Griff hat, empfindet die Strecke anders als jemand, der ruhig gleitet und jederzeit das Gefühl besitzt, weiterschwimmen zu können.

Ein sinnvoller Aufbau besteht deshalb nicht nur darin, die Gesamtmeter pro Training zu erhöhen. Interessanter ist, wie lange ich in einem kontrollierten Bewegungsablauf bleibe. Gelingt zunächst eine kurze Strecke sauber, kann ich die Abschnitte allmählich verlängern. Dabei darf ich Pausen einsetzen und weiter Technik üben. Der Wechsel von „ich überlebe diese Länge“ zu „ich kann die Bewegung bewusst steuern“ ist ein echter Fortschritt, auch wenn die Stoppuhr zunächst wenig davon zeigt.

Für den Triathlon brauche ich einen anderen Maßstab

Im Wettkampf geht es schließlich nicht darum, die allerletzte Kraft beim Schwimmen einzusetzen. Danach folgen noch Radfahren und Laufen. Deshalb interessiert mich neben der reinen Schwimmzeit, wie erschöpft ich aus dem Wasser komme. Ein technisch ruhiger Abschnitt kann am Ende die bessere Strategie sein, selbst wenn ich dafür geringfügig länger brauche. Wer im Wasser gegen sich selbst kämpft, steigt schon mit einem Defizit auf das Fahrrad.

Der erste Freiwasserstart stellt dann noch einmal eigene Anforderungen. Orientierung, andere Schwimmer und gegebenenfalls der Neoprenanzug verändern die Situation. Man sollte diese Dinge nicht erst am Wettkampftag kennenlernen. Aber auch im See gilt: nicht hektischer werden, nur weil die Umgebung ungewohnt ist. Wenn ich den Kraulrhythmus als verlässliche Grundlage aufgebaut habe, kann ich mich viel besser auf die äußeren Bedingungen einstellen.

Wollen reicht nicht – aber es hilft beim Üben

Der Titel „Können wollen“ trifft meine Schwimmanfänge ziemlich gut. Mit dem Wollen hatte ich selten Probleme. Was fehlte, war anfangs das Können. Das ist eine ungewohnte Erfahrung, wenn man aus anderen Ausdauersportarten kommt und daran gewöhnt ist, durch Training recht verlässlich Fortschritte zu machen. Beim Kraulen muss ich manchmal erst verstehen, warum etwas nicht funktioniert, bevor zusätzliche Anstrengung sinnvoll wird. Der Fortschritt kommt dann vielleicht nicht in der nächsten Einheit, sondern nach vielen kleinen technischen Korrekturen.

Ich nehme daraus etwas mit, das weit über das Schwimmen hinausgeht: Ein neuer Sport darf mich wieder zum Anfänger machen. Ich muss dabei nicht jede Bewegung sofort beherrschen und auch nicht aus einer gewissen Ausdauer automatisch Können ableiten. Wer bereit ist, Rückmeldung anzunehmen und geduldig an den Grundlagen zu arbeiten, gewinnt schließlich mehr als ein paar Sekunden auf 500 Metern. Er lernt einen Bewegungsablauf, der sich hoffentlich über viele weitere Kilometer sinnvoll nutzen lässt.

Warum die Kraultechnik so undankbar ehrlich ist

Kraultechnik vertiefen

Kraultechnik vertiefen

Beim Kraulen wird aus dem Wunsch nach Fortschritt am besten eine konkrete Übungsfrage. Das Buch vertieft das Zusammenspiel von Atmung, Wasserlage und Armbewegung beim Kraulen und unterstützt die Auswahl gezielter, ökonomischer Technikübungen.

Beim Kraulen wird aus dem Wunsch nach Fortschritt am besten eine konkrete Übungsfrage. Dieses Buch zur Kraultechnik beschäftigt sich mit ökonomischem Schwimmen und dem Zusammenspiel von Atmung, Wasserlage und Armbewegung. Es eignet sich als ergänzender Lesestoff, wenn Techniktraining eine erkennbare Aufgabe bekommen soll. Statt möglichst viele Übungen zu sammeln, kannst du einzelne Ansätze auswählen und ihre Wirkung beim anschließenden vollständigen Schwimmen beobachten.

Beim Laufen kann ich eine Weile mit einer nicht perfekten Technik unterwegs sein und komme trotzdem von A nach B. Im Wasser fühlt sich schon eine kleine Veränderung häufig völlig anders an. Drehe ich den Kopf beim Atmen zu weit, verändert sich die Lage. Wird die Bewegung hektisch, steigt die Anstrengung. Und je mehr ich versuche, das Problem mit Kraft zu lösen, desto schneller kann ich erschöpfen. Das ist eine ausgesprochen ehrliche Sportart – besonders für Menschen, die Fortschritt gern durch zusätzliche Anstrengung erzwingen möchten.

Ich würde die Frage nach Tempo deshalb zunächst hinten anstellen. Beim Kraulschwimmen müssen mehrere Aufgaben zusammenpassen: ruhige Atmung, Wasserlage, Armzug und der übrige Bewegungsrhythmus. Wer jede Einzelheit gleichzeitig korrigieren will, ist schnell überfordert. Mir erscheint eine systematische Rückmeldung durch einen guten Trainer sinnvoller, als im Internet wahllos hundert kleine Übungen zu sammeln. Man sollte wissen, an welcher Stelle man gerade arbeitet und woran eine Verbesserung zu erkennen wäre.

Fortschritt sieht nicht immer nach schnellerer Bahnzeit aus

Manchmal merkt man eine Verbesserung zuerst daran, dass eine Strecke mit weniger Hektik gelingt. Die Atmung bleibt ruhiger, die Bewegungen wirken kontrollierter oder man benötigt nach einer Bahn nicht mehr dieselbe lange Pause. Das sind für einen Anfänger durchaus wichtige Signale. Eine bestimmte Zeit kann später dazukommen. Wenn ich aber schon während des Lernens ständig gegen die Uhr schwimme, riskiere ich, eine unruhige Technik zu festigen.

Gerade in der Vorbereitung auf den ersten Triathlon ist das verlockend, weil die Wettkampfdistanz wie eine feste Deadline im Kopf steht. Ich würde trotzdem lieber einen Schritt zurückgehen und die Grundlagen sauber entwickeln. Eine Schwimmeinheit darf sich gelegentlich wie Lernen anfühlen und nicht wie ein großer Fitnesstest. Schließlich muss ich im Wettkampf nicht einfach irgendwie schnell von einer Beckenwand zur nächsten kommen. Ich möchte mich im Wasser sicher und einigermaßen ökonomisch fortbewegen.

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Kommentare 93

S. Roth am Freitag, 09. September 2016 22:01

Aus dem Verein höre ich dazu sehr verschiedene Meinungen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die mentale Seite von Belastung“ ausfallen. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum.

Aus dem Verein höre ich dazu sehr verschiedene Meinungen: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die mentale Seite von Belastung“ ausfallen. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Am Ende zählt für mich, ob die Idee über mehrere Wochen trägt und nicht nur am ersten motivierten Montag. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum.
Niklas Dietrich am Freitag, 09. September 2016 22:26

In meinem Alltag in Freiburg sehe ich den Punkt etwas anders. Bei der Frage hilft mir die Unterscheidung zwischen kurzfristig machbar und längerfristig sinnvoll. Die Frage nach dem Zeitbudget wird erstaunlich oft erst am Schluss gestellt. Eine Pause fühlt sich nicht immer produktiv an, kann aber die vernünftigere Entscheidung sein.

In meinem Alltag in Freiburg sehe ich den Punkt etwas anders. Bei der Frage hilft mir die Unterscheidung zwischen kurzfristig machbar und längerfristig sinnvoll. Die Frage nach dem Zeitbudget wird erstaunlich oft erst am Schluss gestellt. Eine Pause fühlt sich nicht immer produktiv an, kann aber die vernünftigere Entscheidung sein.
Laura Hartwig am Donnerstag, 05. Mai 2016 20:04

Das erinnert mich daran, wie ich angefangen habe: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?

Das erinnert mich daran, wie ich angefangen habe: ob man „den Umgang mit Motivationstiefs“ wirklich so einfach beurteilen kann. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Was mich dabei interessiert, ist weniger eine starre Regel als die Begründung hinter der Entscheidung. Ich habe mit der Zeit gelernt, kleine Warnsignale früher wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen? Ich musste erst lernen, die Form an einem einzelnen Tag nicht mit der langfristigen Entwicklung zu verwechseln. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Laura Maier am Freitag, 16. Dezember 2016 14:51

Genau an dieser Stelle bin ich selbst schon gescheitert: ob man „die mentale Seite von Belastung“ wirklich so einfach beurteilen kann. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest?

Genau an dieser Stelle bin ich selbst schon gescheitert: ob man „die mentale Seite von Belastung“ wirklich so einfach beurteilen kann. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Gab es einen Punkt, an dem du deine Einschätzung korrigieren musstest?
Felix Bergmann am Montag, 11. Juli 2016 15:47

Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „den Blick auf die eigenen Zahlen“ ausfallen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?

Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „den Blick auf die eigenen Zahlen“ ausfallen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Gibt es für dich eine Grenze, ab der der Aufwand nicht mehr lohnt?
Niklas Lorenz am Sonntag, 24. April 2016 10:50

Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: warum ich beim Thema „den Blick auf die eigenen Zahlen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Andererseits muss man sich auch zugestehen, dass nicht jedes Problem durch zusätzliche Disziplin lösbar ist. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß.

Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: warum ich beim Thema „den Blick auf die eigenen Zahlen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Andererseits muss man sich auch zugestehen, dass nicht jedes Problem durch zusätzliche Disziplin lösbar ist. Die Erfahrung in unserer kleinen Gruppe war überraschend gemischt, obwohl wir ähnliche Pläne hatten. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß.
Trimarkus am Sonntag, 24. April 2016 11:17

Es lohnt sich, die zwei Situationen auseinanderzuhalten. Wer ein Trainingsmorgen mit wenig Lust kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Eine einzelne gute Woche kann täuschen, deshalb schaue ich lieber auf mehrere Wochen. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen. Im Verein habe ich dazu schon sehr unterschiedliche Herangehensweisen gesehen. Bei meinem nächsten Anlauf würde ich bewusst nur eine Sache verändern.

Es lohnt sich, die zwei Situationen auseinanderzuhalten. Wer ein Trainingsmorgen mit wenig Lust kennt, sieht vermutlich auch die Grenzen der einfachen Antwort. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Eine einzelne gute Woche kann täuschen, deshalb schaue ich lieber auf mehrere Wochen. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen. Im Verein habe ich dazu schon sehr unterschiedliche Herangehensweisen gesehen. Bei meinem nächsten Anlauf würde ich bewusst nur eine Sache verändern.
Niklas Dietrich am Sonntag, 01. Mai 2016 22:11

Aus Einsteigersicht sieht das für mich so aus: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Rolle von Alltag und Stress“ ausfallen. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen? Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung?

Aus Einsteigersicht sieht das für mich so aus: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Rolle von Alltag und Stress“ ausfallen. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen. Für mich ist die Kombination aus persönlichem Eindruck und einem realistischen Plan am wichtigsten. Weniger Druck hat bei mir nicht weniger Entwicklung bedeutet, sondern häufig genau das Gegenteil. Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Ist dir dabei ein typischer Fehler aufgefallen? Wie groß ist aus deiner Sicht der Unterschied zwischen Theorie und Umsetzung?
Valentin Lenz am Sonntag, 22. Mai 2016 09:29

Das Beispiel „ein Trainingsmorgen mit wenig Lust“ ist für mich nicht ganz so eindeutig. Ich sehe es ähnlich, allerdings nicht in jeder Trainingsphase. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit: ein Trainingsmorgen mit wenig Lust. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Ich habe das früher zu sehr nach dem Gefühl unmittelbar nach einer Einheit beurteilt. Für den Wiedereinstieg hätte ich das gern früher gewusst. Bei meinem nächsten Anlauf würde ich bewusst nur eine Sache verändern. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen.

Das Beispiel „ein Trainingsmorgen mit wenig Lust“ ist für mich nicht ganz so eindeutig. Ich sehe es ähnlich, allerdings nicht in jeder Trainingsphase. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit: ein Trainingsmorgen mit wenig Lust. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Ich habe das früher zu sehr nach dem Gefühl unmittelbar nach einer Einheit beurteilt. Für den Wiedereinstieg hätte ich das gern früher gewusst. Bei meinem nächsten Anlauf würde ich bewusst nur eine Sache verändern. Ich würde den Effekt nicht nach einer einzigen Einheit beurteilen.
PacePilot am Dienstag, 21. Januar 2020 10:12

In meinem Alltag in Heidelberg sehe ich den Punkt etwas anders. Ich finde gut, dass nicht nur die perfekte Woche vorkommt. Ich finde den Blick auf ein Trainingsmorgen mit wenig Lust hilfreicher als eine allgemeine Empfehlung. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Ich bin nicht gegen Zahlen, aber sie müssen zur eigentlichen Frage passen. Das sieht auf dem Papier meist eindeutiger aus, als es sich im Alltag anfühlt. Mir hilft es, das Ergebnis aufzuschreiben und ein paar Tage später noch einmal anzuschauen. Solange das auch mit einem unruhigen Familienkalender funktioniert, bin ich dabei.

In meinem Alltag in Heidelberg sehe ich den Punkt etwas anders. Ich finde gut, dass nicht nur die perfekte Woche vorkommt. Ich finde den Blick auf ein Trainingsmorgen mit wenig Lust hilfreicher als eine allgemeine Empfehlung. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Ich bin nicht gegen Zahlen, aber sie müssen zur eigentlichen Frage passen. Das sieht auf dem Papier meist eindeutiger aus, als es sich im Alltag anfühlt. Mir hilft es, das Ergebnis aufzuschreiben und ein paar Tage später noch einmal anzuschauen. Solange das auch mit einem unruhigen Familienkalender funktioniert, bin ich dabei.
M. Müller am Dienstag, 21. Januar 2020 10:59

Gerade zu „ein Trainingsmorgen mit wenig Lust“ würde ich keine Schnelllösung anbieten. Ich verstehe, was du meinst; meine Erfahrung ist etwas weniger eindeutig. Ich würde hier nicht zuerst die perfekte Variante suchen. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Die einfachen Routinen halten bei mir länger als sehr detaillierte Vorgaben.

Gerade zu „ein Trainingsmorgen mit wenig Lust“ würde ich keine Schnelllösung anbieten. Ich verstehe, was du meinst; meine Erfahrung ist etwas weniger eindeutig. Ich würde hier nicht zuerst die perfekte Variante suchen. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Die einfachen Routinen halten bei mir länger als sehr detaillierte Vorgaben.
Johanna Öztürk am Mittwoch, 17. August 2022 12:41

Das lässt sich aus meiner Sicht nicht ganz pauschal beantworten: warum ich beim Thema „die Frage nach realistischen Zielen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?

Das lässt sich aus meiner Sicht nicht ganz pauschal beantworten: warum ich beim Thema „die Frage nach realistischen Zielen“ inzwischen weniger dogmatisch bin. Meine Uhr hilft mir bei Trends; über mein Befinden entscheidet sie nicht allein. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert. Gleichzeitig sollte aus einer einzelnen guten Erfahrung keine allgemeine Empfehlung werden. Mit dem Abstand einiger Monate würde ich dieselbe Situation wahrscheinlich etwas anders bewerten. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können. Wenn eine Methode nur unter perfekten Bedingungen funktioniert, hilft sie mir persönlich kaum. Wie gehst du damit um, wenn die Woche kurzfristig komplett anders läuft?
Trimarkus am Mittwoch, 17. August 2022 16:05

Das Beispiel passt gut zu dem, was ich mit dem Text anstoßen wollte. Mein erster Gedanke war ein Trainingsmorgen mit wenig Lust. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Es dauerte eine Weile, bis ich den Unterschied zwischen müde und überlastet ernst nahm.

Das Beispiel passt gut zu dem, was ich mit dem Text anstoßen wollte. Mein erster Gedanke war ein Trainingsmorgen mit wenig Lust. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern. Es dauerte eine Weile, bis ich den Unterschied zwischen müde und überlastet ernst nahm.
Valentin Lenz am Samstag, 20. August 2022 16:45

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen.

Danke, das ist eine hilfreiche Ergänzung. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Eine zusätzliche Kennzahl hilft manchmal; zu viele Zahlen können aber den Blick auf das Wesentliche verstellen.
Alex Korte am Samstag, 10. Dezember 2016 22:40

Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „kleine verlässliche Routinen“ ausfallen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht.

Dazu hätte ich tatsächlich eine Frage: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „kleine verlässliche Routinen“ ausfallen. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ein Gegenargument ist für mich allerdings, dass Menschen mit wenig Trainingserfahrung andere Prioritäten brauchen. Die Lösung, die ich zuerst am überzeugendsten fand, passte im Alltag erstaunlich schlecht.
Benedikt Klein am Donnerstag, 05. Mai 2016 18:56

Interessant, wie unterschiedlich das laufen kann: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „den Blick auf die eigenen Zahlen“ ausfallen. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert.

Interessant, wie unterschiedlich das laufen kann: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „den Blick auf die eigenen Zahlen“ ausfallen. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert.
Johanna Severin am Sonntag, 04. September 2016 21:18

Gerade zu „ein Trainingsmorgen mit wenig Lust“ würde ich keine Schnelllösung anbieten. Du sprichst etwas an, das ich bei meiner ersten Reaktion übersehen habe. Vor allem die Erholung danach wird in solchen Vergleichen oft vergessen. Manchmal war die beste Entscheidung wirklich, eine halbe Stunde früher Schluss zu machen.

Gerade zu „ein Trainingsmorgen mit wenig Lust“ würde ich keine Schnelllösung anbieten. Du sprichst etwas an, das ich bei meiner ersten Reaktion übersehen habe. Vor allem die Erholung danach wird in solchen Vergleichen oft vergessen. Manchmal war die beste Entscheidung wirklich, eine halbe Stunde früher Schluss zu machen.
Trimarkus am Mittwoch, 01. Juni 2016 19:33

Ich habe dafür tatsächlich kein Patentrezept. Im Alltag geht es bei der Frage für mich um ein Trainingsmorgen mit wenig Lust. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern.

Ich habe dafür tatsächlich kein Patentrezept. Im Alltag geht es bei der Frage für mich um ein Trainingsmorgen mit wenig Lust. Motivation ist wechselhaft, die Einstiegshürde lässt sich aber verkleinern.
GegenwindClub am Montag, 01. August 2016 15:23

Ein Gedanke aus dem eigenen Alltag: wie sehr „die Rolle von Alltag und Stress“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können.

Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags? Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen?

Ein Gedanke aus dem eigenen Alltag: wie sehr „die Rolle von Alltag und Stress“ eine Trainingsentscheidung beeinflussen kann. In stressigen Wochen ist ein Spaziergang manchmal die vernünftigste Trainingseinheit. Wenn ich nur auf Motivation warten würde, käme ich deutlich seltener vor die Tür. Ich würde nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern darauf, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. In einer idealen Trainingswoche sieht vieles anders aus als zwischen Arbeit, Einkaufen und Familienkalender. Der Unterschied zwischen ausprobieren und blind übernehmen wird in Diskussionen manchmal zu wenig betont. Ich bin bei solchen Fragen vorsichtig mit endgültigen Antworten, weil Ausgangslage und Ziel ziemlich verschieden sein können.

Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, meine eigene Sicht etwas weniger absolut zu nehmen. Ist das bei dir eher eine Frage des Trainings oder des Alltags? Ich würde das auch nicht auf alle übertragen wollen; selbst innerhalb einer Trainingsgruppe sind die Unterschiede groß. Die Details der Umsetzung sind oft spannender als die Überschrift, mit der ein Tipp verkauft wird. Es gibt durchaus Tage, an denen ein einfaches Vorgehen mehr bringt als eine weitere Optimierung. Oft hängt die Entscheidung davon ab, was man in den nächsten Wochen tatsächlich konsequent umsetzen kann. Wie setzt du das praktisch um, ohne alles durchzuplanen?
Daniel Schulz am Sonntag, 07. August 2016 15:35

Da geht mein Bauchgefühl manchmal einen anderen Weg als meine Trainingsdaten: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Rolle von Alltag und Stress“ ausfallen. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert.

Da geht mein Bauchgefühl manchmal einen anderen Weg als meine Trainingsdaten: wie unterschiedlich Erfahrungen rund um „die Rolle von Alltag und Stress“ ausfallen. Ich brauche manchmal bewusst Ziele, die überhaupt nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben. Ein kleiner Standard ist für mich wertvoller als ein perfekter Plan, der nach einer Woche scheitert.
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